FinStabDEV - Meldung von Wohnimmobilienkrediten

Bereits im Jahr 2015 forderte der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) im Rahmen der Empfehlung AFS/2015/1 die auf europäischer Ebene bestehende Datenlücke für die Darlehensvergabe zum Bau und Erwerb von Wohnimmobilien zu schließen. Hintergrund der Anforderung ist die Schaffung einer Datengrundlage als Basis für die Erarbeitung makroprudenzieller Maßnahmen zur Finanzstabilität.
Wohnimmobilienfinanzierungen spielen im Rahmen derselben eine wichtige Rolle. Für die Zulieferung liegen der Bundesbank jedoch keine ausreichenden, detaillierten, regelmäßig und standardisiert erhobenen Daten bzgl. Wohnimmobilienfinanzierungen vor.

Das Bundesfinanzministerium hat zum Jahresende 2019 einen Referentenentwurf zur Meldung von Wohnimmobilienkrediten in Form der
Finanzstabilitätsdatenerhebungsverordnung (FinStabDEV) veröffentlicht. In dieser werden neben Kreditinstituten auch Zweigniederlassungen von im Ausland gebietsansässigen Kreditinstituten sowie Versicherungsgesellschaften und Kapitalverwaltungsgesellschaften dazu aufgefordert, detaillierte Daten bzgl. der Vergabe von Wohnimmobilienkrediten an die Bundesbank zu melden.

Aufgrund des Detailierungsgrades der Daten und der daraus resultierenden Komplexität der Anforderung ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser Thematik empfehlenswert.