EMIR

Die Regulierung von Derivaten im Rahmen der European Market Infrastructure Regulation (kurz: EMIR) stellt Banken und Unternehmen vor große Herausforderungen. Schwerpunkt der EMIR-Verordnung ist die Regulierung des Geschäftes mit OTC- und börsengehandelten Derivaten.

Die Regelungen lassen sich in vier Säulen einteilen:

  • Handelsplatzpflicht für clearingpflichtige Derivate
  • Reporting an zentrale Melderegister
  • Zentrales Clearing von standardisierten OTC-Derivaten
  • Erfüllung von Risikominderungsanforderungen

Die Verordnung ist am 16. August 2012 in Kraft getreten. Die Umsetzung der jeweiligen Anforderungen ist jedoch noch nicht final abgeschlossen, so dass für die betroffenen Institutionen auch in Zukunft mit einem erheblichen Aufwand für die Umsetzung der Anforderungen zu rechnen ist.  

Handelsplatzpflicht für clearingpflichtige Derivate

Für clearingpflichtige Derivate besteht gemäß MiFID II/MiFIR zukünftig eine Handelsplatzpflicht. Institute müssen sich dazu überlegen in welchem Bereich der zukünftigen Marktstruktur diese Instrumente gehandelt werden können/müssen. Dazu sind entsprechende Anbindungen als Client vorzubereiten. Beispielhaft könnten Bloomberg (MTF ) oder 360T (als MTF oder OTF geplant) als Handelsplatz fungieren. SKS unterstützt Sie bei der Anbindung eines Handelsplatzes und der Überführung der Geschäfte in bestandsführende Systeme.

 

Reporting an zentrale Melderegister

Seit Februar 2014 sind alle Finanzinstitute – auch Unternehmen! – dazu verpflichtet, sowohl OTC- als auch börsengehandelte Derivategeschäfte an ein zentrales Melderegister (Transaktionsregister) zu übermitteln. Dabei ist die Anbindung an das Transaktionsregister, die zeitliche und vollständige Meldung von Derivatekontrakten sowie die korrekte Verarbeitung von Rückmeldungen an entsprechende technische Spezifikation gekoppelt. Mit Regulation ESMA 2015/1645 wird der aktuelle Meldeumfang auf weitere Derivate ausgedehnt.  Dazu hat die ESMA Standards für Datenformate festgelegt: z.B. LEI für Partner ID´s und MIC für Handelsplätze, Standardisierte Instrument ID´s und Indices sowie einheitliche Datums- und Zeitformate (UTC).

Die von EMIR betroffenen Institute und Unternehmen stehen vor neuen Aufgaben: 

  • Konsolidierung und Aufbereitung der relevanten Daten aus oftmals heterogenen Systemen
  • Anreicherung um bisher nicht vorhandene Daten (z.B. Legal Entity Identifier, Unique Trader Identifier, Unique Product Identifier)
  • Umfangreiche prozessuale und systemtechnische Anpassungen für eine zielgerichtete und effiziente Kommunikation mit dem gewählten Transaktionsregister

Wir können unterstützen! 

Aufgrund der langjährigen Erfahrung der SKS Group in den betroffenen Fach- und Systemumgebungen unterstützen wir Sie bei der prozessualen und datentechnischen Anbindung an ein Transaktionsregister.  

Zentrales Clearing von standardisierten OTC-Derivaten 

Im Rahmen des zentralen Clearings sind die von EMIR betroffenen Finanzinstitute und Unternehmen über der Clearingschwelle verpflichtet, alle standardisierten OTC-Derivate über zentrale Gegenparteien (Central Counterparties, CCP) abzuwickeln. In diesem Fall tritt die zentrale Gegenpartei als Käufer gegenüber dem Verkäufer und als Verkäufer gegenüber dem Käufer ein; sie hat damit die Funktion eines Kontrahenten für beide Parteien. In dieser Funktion gewährleistet die CCP u.a. die Stellung von Sicherheiten durch die beiden Parteien. 

Die größte Herausforderung für Finanzinstitute und betroffene Unternehmen stellt der Zugang zum bzw. die Anbindung an einen CCP dar. Dies erfolgt entweder als „Direct Clearing Member“ (DCM) direkt am CCP oder als „Client“ über einen DCM.

3 Kategorien mit Einführungs- /Karenzfristen wurden für das Clearing definiert

Durch erprobte Selektionsverfahren helfen wir Ihnen bei der Auswahl und Anbindung eines geeigneten DCM, so dass auch zukünftig Geschäfte mit standardisierten OTC-Derivaten durchgeführt werden können. 

Risikominderungsanforderungen

Eine weitere Herausforderung bedeuten die in der EMIR-Verordnung geforderten Risikominderungstechniken für nicht zentral geclearte Derivate. Institutionen müssen über „angemessene Verfahren und Vorkehrungen“ verfügen, um das operationelle und das Gegenparteiausfallrisiko messen, beobachten und mindern zu können. Hierunter fallen:

  • Tägliche Mark-to-Market Bewertung
  • Rechtzeitige Bestätigung von Neugeschäften 
  • Regelmäßige Portfolioabstimmung mit den Kontrahenten
  • Geeignetes Streitbeilegungsverfahren 
  • Portfoliokompression
  • Austausch von Sicherheiten  

Die betroffenen Institutionen müssen, in Abhängigkeit von Art und Umfang der Derivategeschäfte, umfangreiche prozessuale und systemseitige Anpassungen vornehmen, um eine angemessene Erfüllung der Anforderungen zu gewährleisten. Hierzu steht Ihnen die SKS Group als versierter, erfahrener und erprobter Partner zur Seite.

Die SKS Group unterstützt Sie rund um das Thema EMIR mit diesen Leistungen:

  • Fachliche Analysen und Konzeptionierungen
  • Prozessuale Um- und Neugestaltungen
  • Implementierungen des technischen Lösungsansatzes u.a. mit der Möglichkeit einer erprobten gruppeninternen Lösung

Sprechen Sie uns an!

Wir helfen Ihnen, die Anforderungen aus EMIR effizient und kostengünstig umzusetzen. Bitte sprechen Sie uns an! Damit auch Sie von unserer umfangreichen Expertise und langjährigen Erfahrung profitieren können.